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Kenneth White, Lettres de Gourgounel
Das Buch Lettres de Gourgounel wurde von einem langen Aufenthalt des Autors in der Ardèche inspiriert und machte Kenneth White berühmt. Über die Porträts hinaus entziffert der Autor eine Weisheit, die dem Weltalls immanent ist, und versucht, „die unbekannte Sprache aufzudecken, nach der der Geist strebt“. Das Buch ist leider nicht auf Deutsch übersetzt, wer französisch liest sollte es sich nicht entgehen lassen …
Mehr über Kennet White : In seinem Buch Streifzüge des Geistes, Nomadenwege zur Geopoetik – L´Esprit nomade (Waldgut Verlag, Frauenfeld 2007) unternimmt Kenneth White die geistigen Reisen eines intellektuellen Nomaden und gibt uns dabei eine Ahnung von dem Wesen eines solchen „intellektuellen Nomaden“: Er ist frei von kulturellen und wissenschaftlichen Beschränkungen und Konventionen, sein Geist durchstreift alle Gebiete der Erde, ohne festgelegtes Ziel, doch immer auf der Suche nach Erweiterung der eigenen Erkenntnis und Erkenntnisfähigkeit.
Die Figur des intellektuellen Nomaden kam bereits im 19. Jahrhundert auf – man denke an Arthur Rimbaud –, und Kenneth White reist mit ihr vom Keltentum zu fernöstlichen Philosophien, von der deutschen Romantik zum russischen Nihilismus, von Thoreau in den Wäldern Amerikas zu Friedrich Nietzsche und Martin Heidegger in Engadin und Schwarzwald.
«Beim intellektuellen Nomaden mischen sich Gelehrsamkeit und Umherirren», schreibt Kenneth White – doch dieses Umherirren ist befruchtend und belebend für den zivilisationsmüden Intellekt. «Versuchen wir, im Denken fortzufahren – und dabei nicht zu vergessen, dass das äußerste, tief reichendste Denken sich vielleicht nicht im philosophischen Diskurs realisieren wird, sondern in der exakten oder extravaganten Sprache eines Gedichtes –, versuchen wir, dem Geist die Möglichkeit zu bewahren, die Erde auf eine freisinnigere Art zu bewohnen.»
Bücher von Kenneth White gibt es in deutscher Übersetzung im Waldgut Verlag .

